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MIszellen

Mittwoch, 18. November 2009

Die bekanntesten Gemächte

Nun haben wir doch einen kleinen Zeitungskrieg, der mit den Mitteln der Kunst weitergeführt wird. Die Rede ist von der Berliner "taz" und der "Bild" - im Speziellen Bild-Chefredakteur Kai Diekmann gegen die gesamte "taz". Die Vorgeschichte ich uninteressant. Sie handelt von Satire und Unterlassungsklagen etc. Das Spannende ist nun, dass der nackte Kai Diekmann mit meterlangem Penis auf der Fassade der "taz" zu sehen ist. Die Kunstaktion ist bei Weitem nicht jedermanns/jederfraus Geschmack. Zum Pro und Contra-Artikel geht es hier

Anlass über die Gemächte in der Kunst nachzudenken.
Die oben angesprochene Plastik von Peter Lenk gehört zu den wirklich großen Gemächten in der neueren bildenden Kunst.

Natürlich fallen sun bei der Thematik: Gemächt und Skulptur die zahlreichen antiken respektive Renaissance-Skulpturen großer Herrscher und Götter mit ihren überdimensionierten Muskeln und ihrem zarten Gemächt ein.

Weiters wäre doch noch die Plastilin Skulptur der Künstlergruppe Gelatin zu nennen. Die Skulptur mit dem Titel Arc de Triomphe zeigte einen nackten Mann, der die "Brücke" machte. Aufgestellt wurde sie vor dem Rupertinum und sorgte für einen kleinen Skandal.

Auch der Prager Bildhauer David Cerny ist bekannt für seine provokannten Skulpturen. Mit seinen "Pissing Man" ist ihm sicher ein Gegenstück zum Brüsseler Wahrzeichen gelungen. Website von David Cerny

In Heilbronn liegt beim Götzenturm eine Skultur, die man_frau durchaus als Riesen-Penis bezeichnen könnte.

Dies sind nun einmal die ersten Beispiele: Ich sage nur to be continued

Montag, 5. Oktober 2009

Gender Mainstreaming am Klo

Es war Sonntag. Diese bedeutete für uns: Hinaus aus der Stadt zum gemütlichen Mittagessen. Nicht ins Grüne. Das wäre nun doch der Idylle zuviel, obwohl das angestrebte Lokal sich in einer Art Idylle befindet - zumindest an Sonntagen, wenn nicht gearbeitet wird. Richtig geraten: das Lokal unserer Wahl liegt südlich von Wien mitten im Industriegebiet von Vösendorf und nennt sich passenderweise Fabrik.

Der Parkplatz wird der Einöde gerecht. Er ist wenig gepflegt und voller Schlaglöcher. Doch das brachte uns nicht aus der Stimmung. Der Innenhof des alterwürdigen Backsteingebäudes ist in der Tat "idyllisch" und der schöne Spätsommer-Frühherbsttag lud noch einmal ein zwischen Magnoliensträuchern im Gastgarten zu essen. Es war wahrscheinlich das letzte Mal - für lange Monate.

Das Essen war gut, deftig aber für die Ausführungen hier unerheblich. Vielmehr möchte ich mich wieder dem Lokal an sich zuwenden, das über eine Art Wintergarten und sehr geräumige und saubere WC-Anlagen verfügt.

Und dort wird den Herren ein wahrlicher Blickfang präsentiert. Geschmackvolle Aktaufnahmen in grober Schwarzweißkörnung zieren die Bedürfnisanstalt. Ich muss sagen: ich war doch sehr erstaunt und wusste nicht so recht, ob ich über die Kunstwerke erfreut oder verärgert sein sollte.

Dieser Zwispalt wurde dann von der plötzlich sehr brennenden Frage, ob es bei den Damen dann Männerhintereile und Sixpacks zu bewundern gäbe, abgelöst. Die Neugier packte mich derart, dass ich bereits versucht war, selbst im Damenrevier nachzuschauen; doch die Angst als Sittenstrolch geschimpft zu werden, ließ mich zurückschrecken. Vielmehr entschloss ich mich die Kellnerin zu befragen, die meine Anfrage etwas verdutzt, aber dennoch mit einem einfachen "Ja" beantwortete.

Also doch: wenn schon Akte auf dem WC, dann wenigstens im Sinne der heterosexuell motivierten Gleichberechtung "nackte Manderl" am Damen-WC und "nackte Weiberln" auf dem Herren-WC. Abgesehen von der Frage, warum Aktfotografien ausgerechnet am Klo präsentiert werden müssen, wurde von den Besitzer/innen zumindest für ausgleichende Gerechtigkeit gesorgt.

Samstag, 26. September 2009

Männer an den Herd

Die Welt des Kochens ist zweigeteilt. Die großen Starköche sind nachwievor männlich. Ausnahmen wie Sarah Wiener oder die Bocuse-Preisträgerin Lea Linster sind Ausnahmen, die bekanntlich die Regel bestätigen. Anders verhält es sich im trauten Heim. Das Bekochen, wenn es nicht aus Mikrowellenkost und Auftauessen besteht, obliegt in der Regel der Frau.

Doch es kommt Bewegung in die Kochkunst. "90 Prozent der Frauen in Deutschland finden, dass ein Mann kochen sollte. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader's Digest (Oktober-Ausgabe)."Quelle Vor allem Frauen unter 30 wünschen sich, dass ihr Partner Kochkenntnisse hat. (95%). Ältere Frauen erwarteten sich dies deutlich weniger. Es wundert nicht, dass bei den Männern alte Rollenbilder durchschlagen. Je älter Männer sind, desto mehr würden sie sich erwarten, dass ihre Frau/Freundin kochen könne.

Aus dem Artikel geht nicht hervor, wie es um die Kochkenntnisse der Frauen/Männer bestellt ist, die erwarten, dass ihre Partnerinnen kochen könnten.

Sonntag, 24. Mai 2009

Gender Mainstreaming im Tatort

Seit über 30 Jahren flimmert an fast jedem Sonntag ein Krimi aus der Serie "Tatort" über die Mattscheibe. "Der Tatort" ist somit eines der ältesten Serienformate überhaupt. Gleichzeitig stellt die Serie immer wieder Spiegel der eigenen Gesellschaft dar. In letzter Zeit häuften sich die Themen Kindesmissbrauch und Migration.

Grund genug auch einmal einen Blick auf das Thema Gender Mainstreaming im "Tatort" zu werfen.

Derzeit ermitteln in folgenden Städten gemischte Teams:
Bremen, Frankfurt, Kiel, Konstanz, Leipzig und Ludwigshafen. (6) In folgenden Städten sind die Ermittler-Duos männlich: Berlin, Köln, München, Münster, Stuttgart, Saarbrücken (6). In Wien und Hamburg ermitteln jeweils ein männlicher Kollege und in Hannover ist es eine Frau. Frauen-Teams gibt es bis dato keine.

Wobei man/frau die Aufstellung noch ein wenig relativieren könnte. Streng genommen sind es in Münster und Kiel jeweils ein ermittelnder Kommissar mit jeweils einer zweiten Person. Konkret Borowski in Kiel hat an seiner Seite die Psychologin Jung und Thiel in Münster wird vom Pathologen Boerne "assistiert".

Den Rekord an Dienstjahren hält allerdings eine Frau: Lena Odenthal in Ludwigshafen ist seit 20 Jahren Tatort-Ermittlerin. Und das ist rekordverdächtig - es gibt sicher nicht sehr viele Formate, in denen eine Schauspielerin (Ulrike Folkerts) 20 Jahre lang die selbe Rolle verkörpert.

Montag, 11. Mai 2009

Gender Food

Auch der Lebensmittelbereich wird mit der Genderbrille durchforstet. Besonders was Statistiken betreffen, gibt es mittlerweile fast schon ständig die Unterscheidung zwischen Mann und Frau. So verwundert es auch nicht, dass der Fleischverzehr in Deutschland unterschiedlich ist - nicht nur soziale Parameter spielen eine Rolle, sondern auch das Geschlecht.

"Einig sind sich alle, wenn es um geschlechtsspezifische Unterschiede geht: Männer konsumieren mehr Tierisches, Frauen greifen viel lieber zu gesundem Gemüse. Die Männer, so die kulinarische Prognose, werden es den Frauen aber immer mehr nachmachen. Angeführt von der „upper Class“ soll die Feminisierung der Küche immer größere Gesellschaftskreise erreichen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.05.2009)"

Samstag, 14. Februar 2009

Genderticketing

In den Fußballstadien Österreichs ist es bisher gute Sitte, bestimmten Zielgruppen einen günstigeren Eintritt zukommen zu lassen. So zahlen Kinder, Frauen, Präsenzdiener, Student/innen und Pensionist/innen einen geringeren Eintritt als erwachsene Männer. Dies ist gute Sitte, um andere Zielgruppen ins Stadion zu locken.

Nun ist Schluss mit lustig. Im Sinne der Gleichbehandlung sollen Eintrittspreise bei Fußballspielen für Männer und Frauen gleich sein. Das Argument ist tatsächlich jenes der Gleichberechtigung. Es ist anzunehmen, dass dieses Argument den Vereinen nicht ganz unrecht kommt. Aus mehreren Gründen. Der Frauenanteil bei den Zuschauer/innen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Zweitens würde diese "Gleichstellungsmaßnahme" (die seitens der EU initiert wurde) den Vereinen zusätzliche Einnahmen bescheren. Es ist kaum zu befürchten, dass es einen Mischpreis geben wird. In den letzten Jahren stiegen die Ticketpreise stetig. Der SK Rapid erhöhte den Preis der Einzelkarte um einen Euro pro Saison. Auch dies mag den Ansturm auf die Abos erklären.

Auf der anderen Seite ist es eine Tatsache, dass besonders die Fußballvereine mit finanziellen Mitteln aus öffentlichen Töpfen übermäßig bedacht werden. Austria Kärnten droht den Betrieb einzustellen, wenn das Land Kärnten nicht doch noch beispringen würde, der DSV Leoben steht vor dem Konkurs und ist auf die öffentliche Hand angewiesen. Auch bei anderen Vereinen, wie z.B. der Austria Wien und Rapid Wien ist die öffentliche Hand - vor allem die Gemeinde Wien - großzügig. Da stehen sich ständige erhöhende Ticketpreise im klaren Widerspruch. Einerseits schwere Förderungen, auf der anderen Seite immer höhere Eintrittspreise.

Ein weiteres Problem: denkt man/frau den Gleichstellungsgedanken weiter, dürften sämtliche Ermäßigungen, die aufgrund des Alters eingeführt werden (z.B. freier Eintritt für Kinder) auch fallen. In anderen Bereichen - z.B. den Frisör/innen - u.a.m. biebe kein Stein auf dem anderen.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Umfrage: Date Rape

Date Rape - ein Thema?
Ist "Date Rape" im deutschsprachigen Raum ein Thema?

Noch nie davon gehört
Ja, ist mir bekannt

  Resultate

spruecheklopfer, 08:03h.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Lieschen und die Bildungsministerin

Und nun ist es schon wieder passiert. Die nächste Bildungskatastrophe ist eingetreten. Diesmal ist es nicht PISA, sondern ein Test in Naturwissenschaften und Technik, der die Volksschüler/innen quer durch den Gemüsegarten der nationalen Bildungssysteme vergleicht.

Bildungskatastrophe deshalb, weil Österreich in seinem Tabellen- und Rankingfetischismus nicht auf den vordersten Plätzen gelandet ist.

In diesem Zusammenhang ist natürlich die zuständige Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) gefordert, dazu zu sorgen, dass derartige Katastrophen nicht mehr vorkommen. In einem Interview im Morgenjournal auf Ö1 (10. 12.) erläuterte sie das Ergebnis und verkündete die nächsten Schritte um diese Schmach auszubessern. Ein Satz dieses Interviews blieb mir im Gedächtnis haften: "Was Lieschen nicht lernt, lernt Liesl nie mehr." War dies ein boshafter Seitenhieb auf ihre Vorgängerin im Amt, die eiserne Handarbeitslehrerin aus Vorarlberg E"liesl"beth Gehrer (wer erinnert sich noch an sie). Solch' Ironie sind wir von Frau Schmied nicht gewohnt. Oder wollte sie politisch besonders korrekt sein und das bekannte Sprichwort "Was Hänschen nicht lernt..." feminisieren.

Diese Vermutung liegt besonders nahe. Gerade eine Bildungsministerin sollte mit gutem Beispiel vorgehen und eine geschlechtersensible Sprache verwenden. Gerade weil es doch ein Anliegen ist, Frauen in Naturwissenschaften und Technik zu fördern. Aber was ist mit allen jenen "Hänschen", die den Test (mit)versaut haben. Liebe Frau Minister, in Zeiten des Gender Mainstreaming sollte es lauten: "Was Lieschen und Hänschen nicht lernen, lernen Liesl und Hans auch nicht mehr." Über die Reihenfolge lässt sich dann noch genug streiten.

Mittwoch, 26. November 2008

Barbara Rosenkranz – Genderspezialistin der FPÖ.

Die ehemalige Nationalratsabgeordnete und aktuelle niederösterreichische Landesrätin der FPÖ hat ein Buch geschrieben. So etwas kommt auch in der FPÖ vor. In Österreich melden sich Politiker/innen immer wieder mit Büchern zu Wort, vorzugsweise zu einem Sachgebiet, in dem sie vorgeben, sich besonders gut auszukennen. Frau Rosenkranz präsentierte das Buch „MenschInnen“ – eine angeblich kritische Revision zum Thema Gender Mainstreaming. Das Buch erschien im Ares-Verlag, der durchaus ein einschlägiges Programm verfolgt.

Rezensionen gibt es zu diesem Buch im Allgemeinen genug. Ich möchte auch nicht allzu viel Aufhebens darüber machen. Es ist mir eher ein Anliegen, Originalzitate aus Interviews und Reden von Frau Rosenkranz zum Thema „Familie und Frauen“ zu bringen – Aussagen, die sie als Politikerin getätigt hat. Die Zitate stelle ich mehr oder weniger kommentarlos hin. Man/frau möge sich sein/ihr eigenes Bild machen.

Barbara Rosenkranz zur Lage der Familien in Österreich

Zur Lage der Familie im Allgemeinen.– Kinder sind der sicherste Weg in die Armut, das belegt jede Statistik. Familien mit zwei Kindern fallen schon weit unter das, was durchschnittlich als Wohlstand bezeichnet wird, und einer der Gründe ist das Steuersystem, und zwar nicht deswegen, weil es Familien nicht besser stellt, sondern weil es Familien eklatant ungerecht behandelt.“
http://www.parlament.gv.at/pd/steno/PG/DE/XXIII/NRSITZ/NRSITZ_00035/SEITE_0055.html

Interessant ist dieser Satz aus dem Munde einer 11-fachen Mutter. Eines ihrer weiteren Steckenpferde ist das Thema "Wahlfreiheit".

„Es ist ohne Zweifel so, dass die Beanspruchung vor allem von Frauen, von Müttern durch die Betreuung von Kindern natürlich verhindert, dass diese sich voll dem Erwerb widmen. Jetzt gibt es zwei Ansätze, zwei Möglichkeiten: Man sagt, der Staat entlastet die Familien, vor allem die Mütter, die Frauen, von der Kinderbetreuung total, stellt also Kinderbetreuungseinrichtungen von den Kleinstkindern (Abg. Strache: 300 € ... Kosten!) bis hin zum Ende der Ausbildung zur Verfügung und sagt: Bitte, steht euren Mann im Erwerbsleben, und ihr werdet gut verdienen! – Das ist Ihr Ansatz.“ (gemeint ist Doris Bures von der SPÖ – in ihrer Funktion als Frauenministerin)
Es gibt aber auch einen anderen Ansatz, nämlich dass ich die Kinderbetreuung als Wert per se erkenne und sage: Wer dies zum Nutzen der Gemeinschaft übernimmt, der soll daraus keinen ökonomischen Nachteil haben. (Beifall bei der FPÖ.) – Das entspricht auch der Wahlfreiheit, das kommt unseres Erachtens dem Kindeswohl näher, und entspricht auch dem Wunsch der Frauen.
Wenn Sie bei Frauen nachfragen, was sie täten, wenn sie sich ohne ökonomische Zwänge entscheiden könnten, wie sie ihre Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, also bis zum sechsten Lebensjahr, betreut wissen wollten, dann entscheiden sich 9 Prozent dafür, dass sie sagen, sie wären gerne voll erwerbstätig, immerhin 49 Prozent sagen, sie wären gerne ganz zu Hause, und der Rest sagt, sie wären gerne teilzeitbeschäftigt. – Darauf, so schlagen wir vor, muss man Rücksicht nehmen, allerdings muss man dafür sorgen, dass aus dieser sehr sinnvollen Einstellung – für das Kindeswohl und für die Allgemeinheit sehr sinnvollen Einstellung – kein ökonomi­scher Schaden erwächst. (Beifall bei der FPÖ.)“

http://www.parlament.gv.at/pd/steno/PG/DE/XXIII/NRSITZ/NRSITZ_00031/SEITE_0070.html

Dass Frau Rosenkranz nicht unkreativ in gewissen Dingen ist, will ja niemand abstreiten. Sie fordert eine Quotenreglung für Mütter.

„Die Rückkehr in den Beruf ist eine der größten Sorgen von Müttern. Nur nicht zu lange wegbleiben, nur nicht den Anschluß verlieren, lautet meist die Devise. Die Linken treten dieses Problem bewußt breit, um Mütter zu verängstigen. Wir denken aber nicht in Problemen, sondern in Lösungen. Wenn die Linken keine Scheu davor haben, mittels Frauenquoten die Personalpolitik zu beeinflussen, wäre analog dazu eine Quote für Wiedereinsteiger leicht umsetzbar. Bei gleicher Qualifikation wird eben diejenige vorgezogen, die die letzten Jahre ihre Kinder betreut hat.“ in Zur Zeit: 11/2007

Interessant sind auch ihre Aussagen bezüglich des Berufsbildes „Hausfrau“, das sie ja stets für sich in Anspruch genommen hat.

„Wenn jemand Buchhalter ist, dann ist er eben Buchhalter und ich habe relativ bald nach der Matura mein erstes Kind bekommen. Deshalb war vor der Politik eben "Hausfrau" mein Beruf. Aber nachdem das so oft mit einem vorgeblich konservativen Frauenbild der FPÖ konnotiert wird, habe ich mir schon überlegt, ob ich das ändere und mangels Zivilberuf Nationalratsabgeordnete schreibe“

Auf die Frage, ob ihr Mann noch politisch aktiv wäre: „Der trägt die Hauptlast des Familiengeschehens und hat seine Berufstätigkeit zu Gunsten der Ehefrau so gut wie einstellen müssen.“ (Interview mit der Standard: 28. September 2006)

Zwei Jahre später – dieselbe Frage – doch diesmal ohne Zweifel.

Die Ausübung eines politischen Mandats ist eine hohe Ehre und eine Aufgabe, die man wahrnimmt, wenn man von den Bürgern in Wahlen dazu gewählt wird. Mein "bürgerlicher Beruf" ist tatsächlich Hausfrau. Ich war 15 Jahre gern und ausschließlich zuhause. Mit der Ausweitung meiner politischen Tätigkeit kam es zu einem Rollenwechsel zwischen mir und meinem Mann.“
(Chat: diePresse.com vom 22. Februar 2008)

Dass natürlich auch die Familienplanung eine Thema sein muss. ist klar. Folgende Frage ist auch da eher aufschlussreich.

„Welchen Platz nehmen neue Lebensformen (z. B. Patchworkfamilien, Alleinerziehende, gleichgeschlechtliche Partnerschaften) in Ihrer Familienpolitik ein?“

„Eine stabile Beziehung zwischen Mann und Frau und die gemeinsame Fürsorge der Eltern für ihre Kinder ist die ideale Voraussetzung für die menschliche Entwicklung. Bei aller Rücksicht auf anders verlaufende Biografien darf diese banale Tatsache nicht von ideologischen Absichten unterlaufen werden.“

http://www.oif.ac.at/presse/bzw/artikel.asp?Rubrik=3&ID_Art=1&BZWArtikel=929.

Das Frauenbild von Frau Rosenkranz scheint mir mit diesen Zitat einigermaßen dokumentiert - also wozu sich die Mühe machen und ihr Buch kaufen.

Mittwoch, 17. September 2008

Frauenpolitik - Umfrage

Nationalratswahl in Österreich
Der Wahlkampf in Österreich geht in die Zielgerade. Nicht gerade viele Frauen übernehmen Verantwortung auf den Spitzenplätzen der wahlwerbenden Parteien. Das LiF ist die einzige Partei mit einer Spitzenkandidatin und die SPÖ geht mit der amtierenden Frauenministerin ins Rennen? Wie zufrieden sind Sie mit der Frauenpolitik der Parteien?

Ja, passt eh alles.
Nein, überhaupt nicht.
Die Frauenpolitik ist meist eh nur eine kaschierte Familienpolitik.
Es hat sich schon wahnsinnig viel gebessert in den letzten 10 Jahren.
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spruecheklopfer, 08:21h.

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Endlich mal wieder eine Audi-Max-Besetzung. Endlich...
spruecheklopfer - 30. Okt, 11:49
Und wieder die Binnen-I-Tüpflerei
Vor kurzem wurde in diesem Blog fast schon frohlockend...
spruecheklopfer - 21. Okt, 20:11

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